Die ehemalige Kindlersche Fabrik

Im Rathaus wird Gomaringer Kulturgeschichte sichtbar: 

Auf der schwäbischen Alb, in den Albtälern und im Albvorland hat die württembergische Textilindustrie eine lange Tradition, und die ehemalige Kindlersche Miederwaren- oder "Corsettenfabrik" reihte sich ein in die Traditionsfirmen von Heubach bis Albstadt, aufgereiht wie an einer Perlenkette entlang des Albtraufs.  

Um an die Bedeutung für Gomaringen und die Region zu erinnern, stellen 12 Stationen im Erdgeschoss und im Obergeschoss die Bau- und Firmengeschichte des Hauses vor. Aber auch die Menschen, die das Haus mit ihrem Wirken über ein Jahrhundert lang geprägt haben, kommen zu Wort. Und ein kleiner, schwarzer Kasten, der die Geschichte vielleicht maßgeblich hätte verändern können... Kleiner Tipp: Er begleitet Stavo Gräter.

Die sogenannte "Kulturhistorische Inszenierung" eines Teams von Spezialisten (acameo Tübingen sowie die Kulturwissenschaftler Frieder Findeisen und Lisa Weiß) hat im Rathaus vieles, das bisher in Archiven schlummerte, ins Licht gerückt.

An die Geschichte dieser Gomaringer Produktionsstätte und der Menschen, die hier gearbeitet haben, erinnern im ganzen Haus verteilt auch die über 30 historischen Nähmaschinen, die die Familie Ankele aus der Privatsammlung des verstorbenen Gerhard Ankele dem Rathaus als Schenkung vermacht hat.