Gemeinde Gomaringen

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Rathaus Gomaringen: "Best-Practice-Beispiel"

Rathaus Gomaringen zählt zu den "Best-Practice-Beispielen" der neuen Leipzig-Charta 2021

 

Ende 2020 wurde das neue Rathaus in der ehemaligen Kindlerschen Fabrik als eines der „besonders vorbildlichen Praxisbeispiele in Baden-Württemberg“ in die so genannte „Neue Leipzig-Charta“ aufgenommen Das aufwändige Sanierung- und Bauvorhaben erfüllt bestimmte Kriterien in verschiedenen Themenfeldern, die in der Charta (s.u.) aufgeführt sind.


Bereits mit der „Leipzig-Charta 2007 zur nachhaltigen europäischen Stadt“ wurden Prinzipien der nachhaltigen europäischen Stadt formuliert, insbesondere die Botschaft, dass integrierte stadtentwicklungspolitische Ansätze überall in Europa gestärkt und sogenannten benachteiligten Stadtquartieren mehr politische Aufmerksamkeit zu Teil werden sollte. Fortgeschrieben wurde sie auf dem Informellen Treffen der Ministerinnen und Minister für Stadtentwicklung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 30. November 2020.


Große Sammlung von Best-Practice-Beispielen in Baden-Württemberg


Die „Neue Leipzig-Charta“ steht als pdf-Dokument auf der Homepage der Gemeinde zum Download zur Verfügung („Rathaus“ > „Das neue Rathaus“). Die 176 Seiten umfassende Publikation erfolgte im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“, einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden. Sie

 

  • zeigt die Grundlagen der modernen europäischen Stadtentwicklung auf
  • erläutert zahlreiche Themen anhand der Baden-Württembergischen Best-Practice-Beispiele ( wie etwa „Benachteiligte Quartiere“, „Mobilität“, „Starke Zentren“, „Bestand und Erbe“ oder „Kommunale Kooperation“)
  • stellt 37 Projekte detailliert vor (darunter Nr. 11: Umbau der ehem. Kindlerschen Fabrik in Gomaringen)
  • erklärt die verschiedenen städtebaulichen Fördermöglichkeiten und die Träger und
  • enthält am Schluss die „Neue Leipzig-Charta“ der europäischen Städtebauministerien im Original-Text.

 

Die Charta anerkennt ausdrücklich die wichtige Rolle der Kommunen in der Umsetzung der Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung: „Die Kommunen sind am nächsten an den Bürgerinnen und Bürgern und stehen in Verbindung zu deren Alltag und Bedürfnissen. Die Aufgabe der Städte ist es, den Einwohnerinnen und Einwohnern öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, mit denen sie ihre grundlegende Rechte geltend machen, und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Darüber hinaus sind die Kommunen dafür zuständig, verschiedene, teils gegensätzliche, Standpunkte und Interessen miteinander zu vereinbaren. Damit übernehmen Kommunen eine wichtige Funktion, wenn es um die Wahrung und Vertretung des öffentlichen Interesses geht.

Wir, die Ministerinnen und Minister, betonen die Bedeutung der Handlungsfähigkeit von Städten, um ihre transformative Kraft entfalten, dynamisch auf sich rasant verändernde Rahmenbedingungen reagieren und eine hohe Lebensqualität garantieren zu können. Dafür ist die Unterstützung durch die europäische, die nationale und die regionale Ebene notwendig: Sie gewährleistet, dass Städte lokale Lösungen für globale Herausforderungen finden können.“


Die kommunalen Handlungsfähigkeiten sollen gestärkt werden, unter anderem auch in der aktiven Gestaltung des digitalen Wandels.


Das klingt vielversprechend, und die Gemeinde Gomaringen ist diesen Zielen gegenüber aufgeschlossen. Wie bisher wird sie sich mit ihren Partnern – etwa der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, die die Aufnahme in die Charta anregte, – um entsprechende Bundes- und Landesförderungen bemühen. Wir freuen uns über die Auszeichnung, die im Nachhinein die Entscheidung der Gemeinde klar bekräftigt, das Industriedenkmal „Kindlersche Fabrik“ zu sanieren und selbst mit Leben zu füllen.


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